Ritorneremo – Wir kommen wieder!

Von Ingrid, 25. Juli 2010 22:01

Zwei Wochen Italien liegen hinter uns – und viele Streifzüge durch wunderschöne Landschaften und Städte in den Provinzen Trentino-Südtirol (ich gebe zu: Heimvorteil), Lombardei, Ligurien, Toskana und Latium. Auf unserem Italy Roadtrip haben wir viel gesehen, viel erlebt und natürlich auch viel geschwitzt ;-)

Die richtige Mischung aus Stadt-, Strand- und Landurlaub war sowohl spannend, als auch sehr entspannend. Der Mailänder Dom, der Hafen von Genua (An dieser Stelle sei zum Boykott des Aquariums von Genua aufgerufen: Die Becken sind zwar großteils sehr schön, die Unterwasserwelten wie immer faszinierend. Schockiert haben wir aber festgestellt, dass allen Stachelrochen der Stachel entfernt worden ist. Die gefährliche Spitze war einfach abgeschnitten worden – mit  blutigen Schwanzenden und ziemlich verstört schwimmen die Tiere sehr nahe an den Beckenrand und lassen sich von den Besuchern streicheln. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass die Führung des Aquariums beschlossen hat, die Tiere zu verstümmeln. So hatten wir das bisher noch nie gesehen – eine offensichtliche Tierquälerei, nur damit schreiende Kinder und unwissende Besucher diese wunderbaren Rochen gefahrlos streicheln können), endlose Sonnenblumenfelder in der Toskana, mittelalterliche Städtchen (wem sich die Gelegenheit bietet: unbedingt nach Populonia in der Nähe von Follonica fahren! Vom Aussichtsplatz vor dem Eingang zum Dorf bietet sich ein unvergesslicher Ausblick über die blaue Bucht), der schiefe Turm von Pisa, der Hauptplatz Sienas, die einmaligen Agriturismi in der Toskana (unbedingt die typischen Spezialitäten kosten – Aufschnitt, Focaccia, frittierte Zucchiniblüten, Bruschette, dann Tortelli und andere Teigwaren in allen Variationen. Als Nachtisch sind Pannacotta und Tiramisú zu empfehlen, alles begleitet von einem köstlichen Rot- oder Weißwein, gekrönt von einem guten Stamperl – wenn möglich schwarzgebrannten – Limoncello).

Die kleinen, an den Hang geschmiegten Dörfchen von Cinqueterre waren ein krasser, aber sehr spannender Gegensatz zu Rom – hier kann man tatsächlich eintauchen in alte Hochkulturen. Heidnische Tempel, die der jeweilige Kaiser in christliche Kirchen umgewandelt hat. Steile Treppen, ganze Stadtteile, die während des Faschismus aus dem Boden gestampft worden sind. Und natürlich jeden Morgen ein köstliches (und sehr, sehr billiges) Frühstück, bestehend aus einem guten Kaffee und einem süßen Brioche, in Rom als cornetto bekannt und beliebt. Italienischkenntnisse helfen natürlich weiter, vor allem weil sich Italiener auch in der Bar ganz gerne mit ihren Nachbarn am Tresen unterhalten (”Austriaci? Beati voi!” – Österreicher? Ihr Glücklichen!).

Sicher werden wir in den nächsten Tagen eine Auswahl der besten Fotos auf sämtlichen Plattformen, die uns zur Verfügung stehen, vorstellen (insgesamt haben wir über 2500 geschossen. Ihr könnt euch vorstellen, dass es noch etwas dauern wird, bis wir uns für die Highlights entschieden haben). Hier einige “Liebe auf den ersten Blick”-Bilder…

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When in Rome…

Von Ingrid, 18. Juli 2010 19:12

Es ist tatsächlich so: Man kann nicht anders, als sich in Rom zu verlieben (in manchen Fällen ist es allerdings eine Hassliebe. Julia zum Beispiel strahlt, als sie uns “den schönsten Platz Roms”, einen kleinen Hinterhof fernab von Touristenströmen zeigt. Im gleichen Atemzug schimpft sie über den Schmutz, die heruntergekommenen Häuserfassaden und den Koch, der den Müll aus der Küche direkt auf dem Gehsteig abstellt.)

Ich habe die Lobeshymnen bisher für Übertreibungen von Touristen gehalten, die in drei Tagen alle Sehenswürdigkeiten bestaunen. Aber es stimmt wirklich: Rom fesselt, begeistert, macht süchtig. Das gilt sowohl für die “prima colazione”, ein schnelles Frühstück, das in meinem Fall aus Cappuccino und Cornetto alla Marmellata besteht, als auch für die vielen marmor-weißen Kirchtürme. Die schmutzigen Gehsteige gehören ebenso zur italienischen Hauptstadt wie die blühenden Bougainvillaen an der Hausmauer und die wasserspeienden Löwen / Elefanten / Schildkröten, welche die vielen Brunnen zieren.

Langer Rede kurzer Sinn – Rom ist wunderschön und einen Besuch wert. Siehe auch unten ;-)

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Unter der Sonne Italiens

Von Ingrid, 17. Juli 2010 15:35

Obwohl wir vor drei Stunden in der “ewigen Stadt” angekommen sind, haben wir beschlossen, das Sightseeing auf etwas später zu verschieben. Das Thermometer zeigt 42° C an – wir versuchen unsere Schweißdrüsen lahm zu legen, indem wir in Julias Wohnung auf dem kühlen Steinboden sitzen, uns möglichst nicht bewegen und  nur ab und zu einen Schluck aus der Wasserflasche nehmen.

Es ist gar nicht so leicht, regungslos zu bleiben: Immerhin ist Julia eine meiner ältesten Freundinnen und wir haben uns über ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Julia war schon immer eine Italien-Liebhaberin; so verwundert es auch nicht, dass sie nach dem Studium in München in die italienische Hauptstadt übersiedelt ist. Hier schmeißt sie seit einiger Zeit alle Geschäfte, die Südtirol so mit dem Staat abwickelt. An diesem Wochenende hat sie sich Zeit genommen, für uns die Reiseführerin zu spielen.

Zur Erklärung von ganz vorne: Stefan und ich befinden uns seit Sonntag auf “Italy Roadtrip”. Im schwarzen Polo erkunden wir meinen Heimatstaat. Die bisherigen Stationen unserer Reise: Mailand – Genua – Pisa – Siena und jede Menge kleine Dörfchen in der Toskana.

An dieser Stelle sei versprochen: Ein ausführlicher Reisebericht folgt bestimmt. Im Moment überwiegt aber das Bedürfnis, mit Julia über die Ereignisse der vergangenen Monate zu reden, über gemeinsame Erlebnisse zu lachen und einfach ein bisschen zu “klatschen und tratschen”. Als “Antipasto” sozusagen hier ein paar Impressionen:

blaue stunde

riva

milano

vernazza

lago dell'accesa

sunflowers
toskana

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