Austrialita.info ist online :-)

Von , 15. März 2013 00:16

Ich werde mit diesem Blog wohl erst mal in Ruhepause gehen…
Alle Infos über unser neues Leben Down Under gibt’s ab jetzt auf austrialita.info
See you there :-)

Winterwetter

Von , 20. Januar 2013 12:03

Einen “massiven Warmlufteinbruch” gab es 2012 zu Weihnachten, schreibt die ZAMG auf ihrer Webseite. Auch der Jänner 2013 hat zu warm angefangen: zwei Wochen Dauerregen sind absolut nicht das, was man sich unter Winter vorstellt. Seit ein paar Tagen aber ist er da, der Schnee. Absolut wundervoll, absolut Winter. Die weiße Pracht dämpft alle Geräusche, die Äste der Fichten werden niedergedrückt, und manch kleiner Baum verschwindet ganz unter der Schneedecke. Und wenn ich durch meine Fotoordner schaue, dann war der Winter im Rückblick auch gar nicht zu nass und warm. Oft genug bin ich durch Schnee gestapft und gewedelt, hab die Sonnenstrahlen im Gesicht genossen und diesen unglaublich tiefblauen Himmel, den es so nur im Winter gibt. Man muss sich nur raus- und vor allem rauf trauen. Für alle, die meinen den Winter verpasst zu haben gibt’s 2 Möglichkeiten: a) raus in die Natur und rauf auf den Berg, oder b) die Fotos unten genießen ;-)

Er nagt und nagt und nagt…

Von , 18. November 2012 17:25

Es mehren sich die Zeichen: Der Pucher Biber ist wieder da und wohlauf.

Ein paar 100 Meter von unserer Wohnung entfernt liegt in einem Biotop der Pucher Weiher. An Frühlingsabenden geben die Frösche dort ein Konzert, im Sommer stehen schwarze Wolken aus Mücken in der Luft. Im Herbst und im Winter ist der Biber am Werk.
Der Biber ist das zweitgrößte Nagetier der Erde, und gilt zwar nicht unbedingt als scheu. Allerdings ist er zu so unmöglichen Zeiten unterwegs, dass ihn der Mensch nur höchstselten zu Gesicht bekommt. Manchmal kommt es unverhofft trotzdem zu Begegnungen, natürlich ausgerechnet dann, wenn man nicht einmal eine Handykamera zur Hand hat.

So geschehen letzten Sommer, als wir ganz gemütlich der Salzach entlang joggten. Plötzlich hob sich neben uns eine Hundeschnauze aus dem Fluss – jedenfalls dachten wir das, bis wir den ledernen, unbehaarten Schwanz, die sogenannte Kelle, sahen. Gelassen glitt der Biber neben uns dahin, und wir konnten unser Glück kaum fassen (offiziell galten die Biber in Salzburg 100 Jahre lang als ausgestorben, erst seit den 90ern gibt es wieder eine Population). Dann plötzlich tauchte das Tier ab, und ward – wenigstens von uns – nie mehr gesehen…

Gestern beim Laufen registrierte ich aus dem Augenwinkel einige helle Flecken im Wald, die sich bei näherer Betrachtung als angenagte Baumstämme erwiesen. Der Biber ist wieder da! Nach meinen Zählungen hat er in den letzten Tagen 37 Bäume um- bzw. angenagt.
Dieser “Vandalismus” ruft im Allgemeinen zwei Reaktionen hervor: nämlich meine (“Wow, wie cool dass es so ein unglaublich spannendes Tier in meiner Umgebung gibt!”), und die einiger besorgter Bürgerinnen und Bürger, die sich davor fürchten, dass ihnen ein Baumstamm auf den Kopf fallen könnte, oder noch schlimmer: dass sie bald durch eine kahle Au spazieren müssen.

Im Juli hatte ein Salzburger wohl sehr viel Angst um seinen Kopf: Spaziergänger fanden einen der 80 Salzburger Biber tot mit sieben Kugeln im Kopf in der Salzach. Das Tier war anscheinend gefangen und dann gezielt getötet worden.

Darum mein Appell: Der Biber ist ein ganz wundervolles Tier und erinnert ein bisschen an ein gemästetes Murmeltier mit einer großen Schuhsohle am Hintern. Bis zu 20 Minuten kann der Biber unter Wasser verbringen, weil er Nase und Ohren beim Tauchen einfach verschließt. Ein dichtes Fell schützt vor Nässe und Auskühlung: 23.000 Haare wachsen auf einem Quadratzentimeter Biberhaut (auf dem Kopf des Menschen sinds zum Vergleich rund 600 Haare pro Quadratzentimeter). Pro Nacht kann der Biber einen – je nach Härte des Holzes – bis zu 50 Zentimeter dicken Baum umnagen. So mancher Tischler kann sich von dem Tier was abschauen… Sympathisch macht den Biber auch, dass er monogam lebt ;-)

Leider gibt es (noch) keine Biberbilder – ich werde mich aber bald auf die Lauer legen. Inzwischen ein kleiner Einblick in die Kunstwerke unseres fleißigen Nagers.

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